ETF-Strategie für Faule: Mein Urlaubs-Konto heißt jetzt Oskar

Einlesen, ETF-Strategie, 5-Konten-Modell mit Urlaubskonto… der Einstieg in Finanzen kann schon komplex sein. Ich zeige Euch heute eine Lösung für bequeme Menschen.

Da ich bereits ein Depot habe, löst es bei mir noch ein anderes Problem. Denn Hand aufs Herz, wie viele von euch haben Geld auf dem Tagesgeldkonto rumliegen, ohne dass es gebraucht wird?

Ich rede hier nicht vom Notgroschen, der auf keinen Fall angerührt werden sollte außer eben im Notfall, und auch nicht vom eurem sicheren Anteil (falls der nicht in Anleihen steckt), und auch nicht vom dem Geld, das Ihr zurückhalten möchtet zum Nachkaufen, falls die Märkte einbrechen. Nein, ich meine ein normales Tagesgeld mit Geld, das zum Ausgeben da ist, und Ihr wisst gerade nicht wofür.

So jedenfalls ging es mir. Ich besitze ein Wünsche-Konto für sowas wie Möbel, Wohnungskram, Urlaub. Da gehen jeden Monat 10% vom Netto drauf. Nur: irgendwas war immer. Der Schrank ist noch nicht gekauft, das Bett auch nicht, und Urlaub hat auch irgendwie noch nicht geklappt. Und so lag das Geld da vor sich hin und wartete darauf, bei Ikea und in Südfrankreich ausgegeben zu werden.

Ideale Bedingungen eigentlich, um etwas Neues auszuprobieren.

Durch meine Partnerin entdeckte ich das Portal Oskar*. Eigentlich für Familien gedacht, bietet dieses junge Portal sozusagen die perfekte Convenience ETF-Strategie inkl. Depot. Aber der Reihe nach…

Die Plattform

Was mir super gut gefällt an Oskar, ist die Einfachheit und die Übersichtlichkeit. Das Dashboard zeigt mir direkt meine Performance.

Hinter der von finanzen.net gelaunchten Plattform steckt übrigens die Scalable Capital GmbH. Die Bank dahinter ist die Baader Bank.

Hier kurz die Vorteile im Überblick:

  • Keine Strategie nötig außer dem Risikoprofil
  • Es müssen somit nicht selbst ETFs aufgewählt werden
  • Kein Rebalancing nötig
  • Kein extra Depot nötig
  • Die gewählten RTFs sind steuereinfach
  • Und was ich besonders gut finde: man hat eine Kontonummer, die man weitergeben kann und auf die man direkt einzahlen kann

Meine Strategie

Was Ihr hier unter dem Punkt „Gewichtung“ sehen könnt, ist die operative Umsetzung der Strategie. In ihrem und meinem Fall haben wir ein Risikoprofil von 90%, das bedeutet 90% stecken in Aktien und haben also das höchste Risiko, aber natürlich auch die höchste Rendite.

Oskar bietet eine variable Risikostratgie, die sich auch nach Belieben verändern lässt, je nach Lebenssituation.

Transparenz und Kosten

Was mir ebenfalls besonders gut gefällt, ist die Transparenz. Es wird ganz genau aufgelistet, was gekauft wird. Auch das Rebalancing spare ich mir auf diese Weise. Dafür finde ich die Gebühren von Oskar mit 1,0% pro Jahr (0,8% bei einer Summe von 10.000€) mehr als fair.

Diese Fragen müsst Ihr ausfüllen, um auf euer entsprechendes Risikoprofil zu kommen. Die Angaben unten sind übrigens fiktiv, führen aber auch zum Ziel.

Bewertung

Die Einrichtung war etwas holprig, das das Postident nicht ganz reibungslos lief und der allererste Betrag über eine Woche gebraucht hat, aber als es erstmal lief, war ich zufrieden. Die App funktioniert gut.

Einige Kinderkrankheiten werden hoffentlich noch ausgemärzt (überflüssige Einrichtungserinnerungen zum falschen Zeitpunkt, Anzeige nicht immer aktuell) und auch gendergerechte Sprache wäre schön.

Zumindest der Support über die iPhone-App funktioniert.

Insgesamt aber ein sehr überzeugendes, smartes und längst überfälliges Konzept, das ich jetzt mal laufen lasse. Denn wer weiß schon, wann wir es irgendwann zu Ikea schaffen oder in den verdienten Urlaub fahren…

Foto: David Lezcano bei unsplash.com
* Werbelink

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